Startups sind allgegenwärtig

Ob in den Nachrichten, im Internet, oder beim Lesen eines Zeitungsartikels. Der Begriff des Startups ist in der heutigen, digitalisierten Welt allgegenwärtig. Viele von ihnen sorgen für Schlagzeilen, sowohl positiv als auch negativ, denn die Unternehmensform an sich hat sowohl Licht- als auch Schattenseiten. Dennoch ist nicht zu leugnen, dass Startups von der Lebensweise des 21. Jahrhunderts profitieren und immer mächtiger werden. Doch was genau versteht man überhaupt unter einem Startup? Was sind Vor- und Nachteile dieses Geschäftsmodells? Und wie gliedert sich diese Unternehmensform in Zeiten von Corona und pandemiebedingtem Homeoffice in die moderne Arbeitswelt ein? Für die letzte Frage liefert unter anderem der deutsche Startup Monitor 2020 Antworten, doch die restlichen Fragen sollen im folgenden Artikel beantwortet werden. 

Was versteht man unter Startups?

„To start up“ bedeutet übersetzt nicht anderes als zu beginnen, ein Unternehmen zu gründen. Und genau darum geht es bei einem Startup. Denn nicht jedes neu gegründete Unternehmen ist gleich ein Startup. Ein Startup Unternehmen wird anhand einer neuartigen Geschäftsidee gegründet und verfügt daher über ein hohes Wachstumspotenzial. Durch die Neuartigkeit der Idee werden gewohnte, etablierte Abläufe in Frage gestellt und Neues ausprobiert. Dies ist möglich, da sich Startups am Puls der Zeit befinden und über ein Feingespür für Trends verfügen. Daher greifen sie Entwicklungen schneller auf und entwickeln innovative Produkte für ein modernes und digitalisiertes Zeitalter. Startups befinden sich demnach in ihrer ersten „Business Phase“, also einer frühen Phase der Unternehmensgründung. Wenn das Unternehmen einmal mit seiner kreativen, neuen und mitunter ungewöhnlichen Idee Erfolg hat, folgt oft eine Expansion, die Gründung von Filialen oder der Verkauf eines Unternehmensanteils. 

Generell ist die Zahl an Startups im Internetzeitalter rasant angestiegen. Doch eine Vielzahl an jungen, innovativen Startups bereichert mit kreativen Ideen und Neuerungen die allgemeine Firmenlandschaft einer Nation. Ein Startup Unternehmen ist dabei jünger als 10 Jahre und mit seiner Technologie und seinem Geschäftsmodell hoch innovativ, wodurch die Arbeit im Homeoffice leicht etabliert werden kann. Das bereits erwähnte Wachstumspotenzial zeigt sich sowohl in der Zahl der Mitarbeiter als auch am Umsatz. Weitere Kennzeichen von Startup Unternehmen sind flache Hierarchien, kurze Entscheidungsabläufe und eine ungezwungene Atmosphäre. Jedoch spielt auch geringes Start- bzw. Eigenkapital und Risiko eine entscheidende Rolle. Zum Erfolg brauchen die jungen, noch nicht etablierten Unternehmen ein skalierbares Geschäftsmodell. Das bedeutet: Ein Produkt oder eine Dienstleistung erzielt durch das Wachstumspotenzial bereits in kurzer Zeit Gewinne. Dafür sind eine wirtschaftliche Produktion und die optimale Vermarktung entscheidend. Um wichtige Investoren und Geldgeber zu überzeugen ist ein überzeugender Businessplan daher von oberster Priorität. 

Sollte die Entwicklung des Unternehmens doch einmal stocken, können Startups von sogenannten Acceleratorn als Wachstumsbeschleuniger profitieren. Diese Programme ermöglichen eine Zusammenarbeit mit Existenzgründern (nach erfolgreicher Bewerbung) bei der diese von den Erfahrungen des Accelerators profitieren und dadurch typische Anfängerfehler vermeiden können. Des Weiteren unterstützen Accelerator Startups nicht nur mithilfe bestehender Netzwerke sondern viele der Programme helfen auch mit einer geringen Anschubfinanzierung, um den Erfolg des Startups anzukurbeln. 

Warum sollte man sich nun für einen Arbeitsplatz bei einem Startup entscheiden? 

Die Arbeit bei einem Startup ist für all diejenigen die richtige Wahl, die sich durch Offenheit, Lernwillen und Bereitschaft auszeichnen. Zusätzlich ist die Eigenschaft Überzeugungen in Frage zu stellen von Vorteil. Da sich Startups mit zukunftsweisenden Themen und innovativen Technologien befassen sind erfindungsreiche und kreative Köpfe, die den Blick stets in die Zukunft gerichtet haben, hier gut aufgehoben. Die Unternehmen arbeiten dynamisch mit agilen Teams und flachen Hierarchien, wodurch Mitarbeiter nicht nur schnell Verantwortung übernehmen sondern auch kreativ und unternehmerisch mitdenken und etwas bewegen. Diese Eigenverantwortung geht Hand in Hand mit dem Arbeiten im Homeoffice, wodurch Startups leicht auf dieses Modell umstellen können. All das trägt zu einer schnellen Entwicklung bei.

Zusätzlich wird bei vielen Unternehmen die Work-Life-Balance in den Fokus gerückt. Arbeitnehmern, denen Teamgeist wichtig ist und die gerne in Unternehmen arbeiten, in denen die Digitalisierung Teil der Kultur ist sollten einen Arbeitsplatz bei einem Startup in Erwägung ziehen. Hier können Mitarbeiter verfolgen wie das Unternehmen wächst und die eigene Arbeit Früchte trägt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die ständige Weiterbildung und persönliche Entwicklung. Egal ob Fachkonferenzen, externe Schulungen, Trainings, Coachings oder eine Atmosphäre die den Austausch fördert. Dadurch binden Startups Mitarbeiter an das Unternehmen während sie gleichzeitig Freiraum zum lernen und weiterentwickeln bieten, sowohl auf fachlicher als auch auf persönlicher Ebene. Für motivierte Arbeitnehmer, die gerne in familiärer Atmosphäre arbeiten und den Zusammenhalt im Team schätzen, ist ein Startup Unternehmen genau das richtige. Trotz der professionellen Arbeit spielt die Wohlfühl Atmosphäre bei Startups eine wichtige Rolle. Daher bekommen alle Mitarbeiter die Arbeitsumgebung in der sie am besten arbeiten können. Denn Startups müssen hoch qualifizierte Fachkräfte anlocken, die up-to-date sind mit den neusten Technologien.

Für all diejenigen, die sich nicht nach etablierten Abläufen und Strukturen sehnen und gerne Events erleben, bei denen das Team zusammenkommt, ist die Startup Welt die richtige Wahl. Da abgegrenzte Arbeitsbereiche eine Seltenheit sind, ist ein Startup auch für all diejenigen ideal, die gerne über den eigenen Tellerrand hinausschauen und offen für Neues sind. Eine Welt mit „Hands on“ Mentalität, bei der Allrounder gesucht werden und jeder bei vielseitigen und neuen Aufgaben mit anpackt. Auch die Transparenz durch regelmäßige Meetings, bei der Zahlen und die nächsten Pläne besprochen werden, sind in Startup Unternehmen nichts Ungewöhnliches und interessant für alle, die gerne tiefere Einblicke in Unternehmensstrukturen erhalten. 

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Im Folgenden wird nun ein genauerer Blick auf die Vor- und Nachteile bei der Arbeit in Startup Unternehmen geworfen. 


Vorteile

In einem Startup profitieren Mitarbeiter von einem Teamspirit und ausgefallenen Projekten. Sie können selbst an etwas mitentwickeln, das es vorher nie gab und sich daher ausprobieren sowie Ideen einbringen. Angestellte können oftmals dadurch, dass sie nicht auf eine Stelle festgelegt sind, Erfahrungen sammeln, die es in großen Unternehmen nicht gibt. Außerdem profitieren sie von einer steilen Lernkurve und bekommen tiefe Einblicke in Geschäftsprozesse. Die ungezwungene Atmosphäre mit jungen Mitarbeitern dürfte vor allem Millennials ansprechen. Ein weiteres Plus sind frei gestaltbare Arbeitstage, was vor allem im Homeoffice Arbeitende ansprechen dürfte und die Wahl zwischen eben diesem und dem Büro.

Noten spielen bei der Kandidatenwahl eine geringere Rolle. Hier geht es vor allem um Einsatzbereitschaft und Persönlichkeit, denn in einem kleinen Team ist die Zusammengehörigkeit wichtig.


Nachteile

Da die Gründer meist relativ junge sind verfügen sie meist nicht über weitläufige Erfahrung. Aus diesem Grund kann es schnell einmal chaotisch und unübersichtlich werden. Startups befinden sich in der Anfangsphase eines Unternehmensvorhabens und die interne Kommunikation ist daher oft ausbaufähig. Außerdem sind längere Arbeitszeiten bei diesen Unternehmen nichts Ungewöhnliches und Mitarbeiter müssen sich zu einer hohen Leistungsbereitschaft bereit erklären. Die Finanzierung und die Frage, ob das Unternehmen am Markt bestehen kann, stellen oft die Hauptprobleme für Startup Unternehmen dar. Misserfolge, Überforderung und Unbekanntheit, egal ob auf Messen, Fachtagungen oder in der Branche selbst, stehen an der Tagesordnung. Die Erprobung des Geschäftsmodells kann ein langer Prozess sein, der viele Risiken birgt und leicht scheitern kann. 

Wie hat sich die Corona Krise auf Startups ausgewirkt? 

Wie viele Unternehmen sind auch Startups branchenübergreifend in erheblichem Maße negativ von der Krise beeinträchtigt worden. Nur für eine Minderheit der Startups zeigen sich positive Aspekte. Dennoch können Startup Unternehmen langfristig von der Beschleunigung bestehender Trends und einem Digitalisierungsschub profitieren.


Quelle: Unsplash

Fazit

Die Welt der Startups hat sich in den vergangenen Jahren dank Digitalisierung und Technologie rasant entwickelt. Auch dank weitreichender Unterstützung zum Beispiel durch das Angebot der Startup Beratung der IHK. Aber auch Unternehmen wie STARTPLATZ, das als Inkubator und Accelerator für Startups fungiert, oder die Founders Foundations, welche Vorreiter bei der Ausbildung von Gründer:innen ist. In Homeoffice Zeiten helfen HR-Startups wie DONE! Berlin bereits zahlreichen anderen Startups dabei auf das Arbeiten von zu Hause aus umzustellen. Diese Unternehmen unterstützen alle, die sich gerne selbstständig machen und ihr eigener Chef sein wollen, um etwas in Gang zu setzen und Neues zu erschaffen. Diese Unterstützung spricht auch für das Potential von Startups. Zahlreiche Startups haben sich inzwischen zu etablierten Marken entwickelt. Darunter findet man neben internationalen Marken wie Spotify, Uber, Airbnb und Pinterest auch deutsche Marken wie mymuesli, HelloFresh, Tier Mobility und Zalando. 

Als Arbeitsplatz sind Startups vor allem für Menschen in Großstädten eine gute Wahl, denn in Metropolen gibt es ansprechende Büroräume, eine gute Infrastruktur und Vernetzung der Startups untereinander. Neben vielen Arbeitnehmern, Studenten und Absolventen findet man auch Investoren. Berlin ist die Startup Hochburg in Deutschland, doch Hamburg Köln München ziehen nach. Wer also bereit ist für dynamische Arbeitsprozesse und Aufstiegschancen besucht am besten zunächst die gängigen Jobportale wie Indeed, Jobverde, Stepstone oder die Jobbörse der Gründerszene. Ein wichtiges Portal ist hier auch deutsche-startups.de. Es bietet nicht nur Informationen zur Startup Branche sondern auch interessante Podcasts und Stellenangebote, auch fürs Homeoffice. Und das in jeder Branche, denn Startups suchen jederzeit fähige Mitarbeiter, die mit voller Einsatzbereitschaft helfen das Unternehmen zu einem etablierten Spieler am Markt zu machen. 

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