New Work in Unternehmen – Tagesschau stellt hybride Arbeitsformen deutscher Firmen vor

New Work stellt klassische Arbeitsmodelle in Frage

Mit dem Aufstreben verschiedenster moderner und flexibler Arbeitsformen in den letzten Jahren stellt sich die Frage, ob Büros im klassischen Sinne überhaupt noch zeitgemäß und sinnvoll sind. Eine Kernfrage der aktuellen Arbeitswelt. New Work ist das Stichwort. Auch die Tagesschau beschäftigt sich in ihrem Artikel „Wie sieht das Büro nach Corona aus?“ mit dieser Problematik. Beleuchtet wird das Phänomen der neuen Arbeitswelt, die sich immer weiter zu verändern scheint. Fraglich bleibt nämlich, ob es nochmal einen Weg zurück in den Büroalltag gibt oder ob diese Form der Arbeit ohnehin schon längst obsolet ist und Büroarbeit als Auslaufmodell abgestempelt werden kann. Egal was die Zukunft bringen wird, viele sind sich sicher: die Arbeitswelt hat sich durch die Pandemie verändert und wird auch nicht wieder so werden, wie sie einmal war. Arbeitnehmer*innen streben nach Flexibilität und viele Unternehmen passen sich diesen neuen Gewohnheiten ihrer Angestellten an.

Hybrides Arbeiten wird bei zahlreichen Arbeitnehmer*innen immer beliebter und eine bevorzugte Arbeitsweise. Dabei handelt es sich um eine Abwechslung zwischen Homeoffice- und Büroarbeit. Mal so, mal so; ganz nach Bedarf. Namhafte Unternehmen sind bereits auf den Zug aufgesprungen und setzen verschiedene Arbeitsmodelle ein, die sich vor dem Hintergrund von New Work gut einordnen. Im Konkreten werden im Tagesschau-Beitrag verschiedene Herangehensweisen mit dem Wandel in der Arbeitswelt von drei renommierten Unternehmen dargestellt. Die DZ Bank, der Reisekonzern TUI und der Softwarekonzern SAP geben dabei Einblicke in ihre firmeninterne Arbeitswelt und in ihre jeweiligen Umsetzungen von New Work:

Clean Desk Prinzip bei der DZ Bank

New Work
Quelle: Pixabay

Die DZ Bank (kurz für DZ Bank AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank) hat eine Etage als eine Art Pilotprojekt eingerichtet. In dieser Etage herrscht das Konzept des sogenannten „Clean Desk“. Diese Idee entspricht im Grunde dem Gedanken des Desk-Sharings. Mitarbeiter*innen von der DZ Bank müssen sich hier jeden Morgen einen neuen Schreibtisch zum Arbeiten suchen. Feste, persönliche Arbeitsplätze gibt es nicht, weshalb jede*r nach getaner Arbeit den Schreibtisch wieder fein säuberlich und aufgeräumt hinterlassen muss. Eben genau so, wie man ihn auch vorgefunden hat. Dabei verfügt jeder Arbeitsplatz über die gleiche Ausstattung. Mit Hilfe von technischem Equipment kann der Angestellte die Kolleg*innen kontaktieren, die im Homeoffice arbeiten. Somit kann der Austausch zwischen Homeoffice und Büro gewährleistet werden.

Diese Muster-Etage spielt eine Möglichkeit vor, wie die Arbeitswelt bei der DZ Bank postpandemisch aussehen könnte. Und das kommt gut an! Laut der DZ Bank seien die Anfragen von Beschäftigten für eine Testwoche in besagter Etage groß gewesen.

Einführung mobiler Arbeitsmodelle bei TUI

Ebenfalls beleuchtet werden der Reisekonzern TUI und dessen Umsetzung der hybriden Arbeitsform. So wurden erst kürzlich am Firmensitz Hannover zahlreiche Büros aus verschiedenen Einheiten zusammengelegt. Für die Konzentration auf dem neuen Campus will der Touristikkonzern dafür andere Bürostandorte schließen. Durch diese Zusammenlegung möchte man ein flexibleres Arbeiten fördern, sowie auch Kosten senken. Durch die Zusammenziehung an einen Standort findet eine Reduzierung von Büroflächen statt. Denn auch hier soll Desk-Sharing die Devise werden. So sind für 3.000 Beschäftigte lediglich rund 1.700 Schreibtischplätze geplant. TUI-Mitarbeiter*innen, die vor Ort im Büro sind, teilen sich untereinander die Arbeitsplätze.

Es gibt auch weitere entsprechende Überlegungen für mehr Veränderungen hinsichtlich neuer und mobilerer Arbeitsmodelle. Demnach möchte das Unternehmen neben dem Homeoffice auch das mobile Arbeiten von TUI weiter fördern. So besteht für Mitarbeiter*innen das Angebot bis zu 30 Tage im Jahr auch im Ausland zu arbeiten. Das würde Arbeiten von theoretisch jedem beliebigen Ort ermöglichen. Dies ist ein großer Schritt in eine flexiblere und auch digitalere Arbeitskultur.

Hybrider Umschwung bei SAP

Auch der Softwareriese SAP krempelt seine Arbeitskultur um. Denn auch hier zeigt sich, dass das Arbeiten wie wir es vor Corona kannten, nicht mehr komplett mit unserer jetzigen Arbeitswelt zu harmonieren scheint. Klassische Einzelbüros, wie man sie aus anderen Konzernen kennt, findet man bei SAP eher selten. Tatsächlich hat das Unternehmen hybride Modelle eingerichtet, die den Nachfragen nach agileren Konzepten gerecht werden. Sogenannte Share-Desk-Places bieten den Mitarbeitern*innen die gewünschte Flexibilität bei der Arbeit. Und auch sonst sollen Optionen wie Großraumbüros und individuelle Rückzugsmöglichkeiten zum neuen Standard der Arbeitswelt von SAP werden. Das soll ein besseres Miteinander garantieren. Der Konzern bietet seinen Mitarbeiter*innen attraktive Angebote hinsichtlich der freien Einteilung ihrer Arbeitszeit. Schon vor der Pandemie lebte das Unternehmen die Werte von flexibleren Arbeitszeiten, Arbeitsplätzen und Arbeitsorten. Somit Schafft SAP ein allgemeines Bewusstsein für ein mobiles und flexibleres Arbeiten.

Fazit

Der Tagesschau-Artikel „Wie sieht das Büro nach Corona aus?“ bietet einen interessanten Einblick darin, wie namhafte und renommierte Unternehmen sich den Herausforderungen des Wandels der Arbeitswelt stellen. Mit verschiedenen Methoden wagen sie erste Schritte in eine mobilere und flexiblere Arbeitskultur und zeigen, wie es in der Arbeitswelt nach der Pandemie aussehen könnte. Viele Anforderungen und Gewohnheiten der Arbeitnehmer*innen an Unternehmen haben sich geändert. Diese drei Unternehmen gehen darauf ein indem sie vor allem mit der Zeit gehen. Besonders im Hinblick auf die sich stetig verändernde Arbeitswelt ist auch eine Veränderung der Arbeitskultur innerhalb der Unternehmen von noch deutlich größerer Bedeutung.

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