Business Tarife

Mit dem Ausbruch der Corona Pandemie im vergangenen Jahr sah sich ein Großteil der Beschäftigten gezwungen aufs Homeoffice umzusteigen. Was für viele eine neue und ungewohnte Erfahrung war, ist auch aufgrund der zunehmenden Digitalisierung für einen beträchtlichen Teil der Arbeitnehmer jedoch mit weniger Stress verbunden, wie eine Sonderanalyse der DAK beweist. Mit der plötzlichen und unerwarteten Umstellung ging jedoch auch ein gewisser Grad an Ungewissheit und dahingehend Fragen einher. Sowohl auf Arbeitgeber als auch auf Arbeitnehmer Seite. Von der Wahl des richtigen Arbeitsplatzes im eigenen Zuhause über die Arbeitszeitbelastung bis hin zur richtigen Technik.

Doch diese spielt bei der Arbeit im Homeoffice eine entscheidende Rolle, egal ob PC, Drucker, Notebook oder Smartphone. Vor allem bei letzterem ist oftmals nicht eindeutig geklärt, welche Regelungen gelten. Viele Beschäftigte verfügen nicht über ein Geschäftshandy und nutzen das eigene Smartphone für diese Zwecke. So kommt es das sie die Kosten oft selbst tragen müssen. Im folgenden Artikel wird der Frage nachgegangen wie Arbeitgeber ihre Mitarbeiter in technischer Hinsicht unterstützen müssen und welche Business Tarife fürs Homeoffice am besten für die verschiedenen Zwecke geeignet sind. 


Rechtliche Fragen

Häufige und lange Telefonate oder eine erhöhte Internetnutzung können Beschäftigte teuer zu stehen kommen können falls sie über Verträge verfügen, welche nicht auf geschäftliche Zwecke ausgelegt sind. Daher stellt sich zunächst einmal grundsätzlich die Frage, ob der Arbeitgeber erwarten kann, dass das private Smartphone auch zu geschäftlichen Zwecken verwendet wird. Hier lautet die Antwort ganz klar: Nein. 

Arbeitsrechtlerin Marta Böning vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) antwortet:

„Die Grundregel lautet: Arbeitgeber:innen stellen Arbeitnehmer:innen die für Arbeit erforderlichen Arbeitsmittel zur Verfügung und übernehmen die Kosten für die Anschaffung, Wartung, Reparatur und Pflege etwa von Computer und Handy, aber auch Mobiliar wie Bürostuhl und Schreibtisch. Der Arbeitgeber kann nicht einseitig anordnen, dass Sie im Homeoffice Ihren Laptop oder Ihr Handy verwenden, er kann es allerdings mit Ihnen vereinbaren. Dann gilt, dass der Arbeitgeber auch für die entstehenden zusätzlichen Kosten für Strom oder Handy aufkommt und eine Aufwandsentschädigung für die Nutzung der privaten Geräte oder die Anschaffung erforderlicher neuer Geräte zu zahlen hat.“

Daher ist die Situation im Vorhinein abzuklären, damit keine Missverständnisse entstehen und Arbeitnehmer zusätzliche Kosten gegebenenfalls selbst tragen müssen. Auch wenn der Arbeitgeber von Mitarbeitern nicht verlangen darf das private Smartphone für dienstliche Gespräche zu nutzen, gibt es eine Ausnahme: Bei nicht vorhergesehenen Situationen oder betrieblichen Notfällen. Die anfallenden Kosten können in dem Fall beim Vorgesetzten eingereicht werden. 

„Niemand ist verpflichtet, seine private Hardware für den Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen”, sagt der Arbeitsrechtler Alexander Bredereck. Dabei spielt es keine Rolle, ob es eine dienstliche Vereinbarung zum Homeoffice gibt oder man sich nur mündlich mit der Firma darauf geeinigt hat. “Es ist die Aufgabe des Arbeitgebers, hier für die notwendigen Voraussetzungen zu sorgen”, sagt der Experte.

Die Wahl der Hardware ist in den meisten Fällen relativ schnell beantwortet. Bei der Tarifwahl fürs Smartphone hingegen bedarf es oft einer längeren Überlegung. Hier sollte man sich darüber im Klaren sein, welches Datenvolumen und welche Netzgeschwindigkeit benötigt wird.

Als Hilfestellung hier einmal die besten/günstigsten Anbieter und Business Tarife für die verschiedensten Anforderungen. 



Die besten Business Tarife

Vodafone Red Business Prime

Dieser individuell konfigurierbare Business Tarif bietet diverse praktische Features zu einem monatlich Preis von 39,99 €. Für Selbstständige und und Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern. Kunden erhalten 15 GB Datenvolumen sowie eine kostenlosen Pass für Musik, Chat, Social oder Video. Eine 2. SIM Karte für mehr Flexibilität sowie die Option die Festnetz-Nummer anzeigen zu lassen sind die kostenlosen Business Add-ons zwischen denen Kunden zusätzlich wählen können. 

Die Vorteile des Vertrages beinhalten eine europaweite Flatrate, Highspeed-Internet sowie Premium Business Service, bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten. Durch die zusätzliche SIM Karte ist es möglich das Datenvolumen auch auf dem Tablet zu nutzen. Das kostenlose Vodafone WiFi Calling ermöglicht es außerdem auch bei eingeschränkter Mobilfunk-Versorgung zu telefonieren.



Quelle: Unsplash


Für all diejenigen die viel Datenvolumen benötigen jedoch nicht telefonieren ist MagentaMobil Data L der Telekom eine Option. Dieser Datentarif der Telekom bietet 25 GB Datenvolumen. Das Angebot enthält bestes Netz mit LTE, eine hervorragende Netzabdeckung und Highspeed-Geschwindigkeiten. Surfen im besten 5G Netz, eine Hotspot-Flatrate für die Nutzung an inländischen HotSpots der Telekom, sowie EU-Roaming womit Kunden in der EU inkl. Schweiz und Großbritannien ohne zusätzliche Kosten surfen, sind ebenfalls Teil des Business Tarifs. All das zu einem Preis von 29,99 € ohne Endgerät bzw. 39,99 € mit Endgerät. 

Der O2 Free M Boost Tarif bietet hingegen sowohl Telefonie als auch Internet. Bei diesem Business Tarif erhalten Kunden 4G LTE/5G und eine Allnet Flat Telefon & SMS-Flat in alle deutschen Netze. Ein weiterer Bonus ist das Surfen mit max. 300 MBit/s sowie EU-Roaming. Die Connect-Option ermöglicht es das Datenvolumen auf bis zu 10 mobilen Endgeräten zu nutzen. Bei jedem Tarif erhalten Kunden ohne Extrakosten gleich 2 SIM Karten – auf Wunsch auch als eSIM. Beide für dieselbe Telefonnummer. Die Wahl des Tarifs ohne Connect-Option und 20 GB gegenüber 40 GB, ist mit einem Kostenpunkt von 29,99 € gegenüber 39,99 € etwas günstiger. 



Prepaid Tarife

Neben Vertragstarifen gibt es jedoch auch Prepaid Tarife, welche als Business Tarife genutzt werden können. Dies ist ein Vorteil für alle, die zum einen keine 24-monatige Vertragslaufzeit möchten und zum anderen geringere Anforderungen an ihren Business Tarif stellen. 

Vorteile von Prepaid-Tarifen: 

  • keine Vertragsbindung 
  • Kostenkontrolle 
  • Günstige Nutzung 
  • Flexibilität 
  • häufig: Startguthaben 

Auch hier bietet Vodafone ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für alle, die mit lediglich 3 GB pro Monat auskommen ist die CallYa Allnet Flat S die richtige Wahl. Telefon- und SMS-Flat in alle deutschen Netze für lediglich 9,99 €. Bei höherer Nutzung ist hingegen CallYa Digital die ideale Option. Für 20,00 € bekommen Kunden ein Datenvolumen von 15 GB eine Allnet-Flat und EU-Roaming. Eine 5G-Option ist außerdem zubuchbar. 

Jedoch gibt es inzwischen zahllose  Prepaid-Angebote für die unterschiedlichen Nutzungsbedürfnisse der Kunden. Aldi Talk Paket M mit 6 GB und Allnet- und SMS-Flat für 12,99 € oder die Congstar Prepaid Allnet L Flat mit 5 GB, inklusive Allnet-Flat in alle deutschen Netze und 9 Cent/SMS für 15,00 € sind nur zwei der unzähligen Tarife zwischen denen Kunden wählen können. 

Neben diesen gängigen Anbietern kann man für den Business Tarif auch zwischen Angeboten wie Lidl-Connect, Otelo-Prepaid, Tchibo-Mobil-Prepaid oder Blau-Prepaid zu ebenso günstigen Preisen wählen. 

Quelle: Unsplash



Fazit

Bei der Wahl des richtigen Business Tarifs ist vorher genau zu analysieren was für die persönlichen Anforderungen im Homeoffice wichtig ist. Dies kann ein hoher Downstream (Downloadrate) sein, falls viele Daten über das Internet heruntergeladen oder Videokonferenzen und Streams in hoher Auflösung verfolgt werden. Ein hoher Upstream (Uploadrate), falls viele Daten versendet werden und Videokonferenzen zum Alltag gehören. Aber auch auf das Datenvolumen, die Telefonie sowie die Latenz sollte bei der Wahl des Business Tarifs geachtet werden.

In allen Fällen sollte die Übernahme der Kosten für Geräte und Business Tarife vorher klar mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden. So wird nicht nur die Kostenfrage geklärt sondern Arbeitnehmern ist es möglich Privat- und Berufsleben besser voneinander zu trennen, was im Homeoffice von enormer Wichtigkeit ist, da unter anderem durch die Digitalisierung die Entgrenzung dieser beiden Sphären immer häufiger zum Problem für Beschäftigte wird. Ein Geschäftshandy mit Business Tarif, eine zweite SIM Karte oder eine eSIM sind einige Optionen dieses Ziel einfach und schnell zu erreichen. 

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